Als alter Mann in den Siebzigern, dem die Ärzte nur noch wenig Zeit lassen, sitze ich oft still da und lasse die Vergangenheit aufleben. Mein Körper hat längst aufgegeben, doch die Erinnerungen an meine ersten sexuellen Regungen lodern noch immer heiß in mir. Geboren in den frühen Fünfzigern in Südost-England, wuchs ich mit einer drei Jahre älteren Schwester auf. Unsere Eltern waren alles andere als prüde. Der Anblick der schweren, pendelnden Brüste meiner Mutter und ihres dichten, dunklen Schamhaars gehörte zu meinem Alltag – und weckte in mir eine unbestimmte, prickelnde Neugier, lange bevor ich verstand, was Lust eigentlich ist. Alles begann harmlos mit Kinderspielen im großen Gartenschuppen. „Krankenhaus“ nannten wir es. Ich war der Oberarzt, meine Schwester und ihre Freundinnen wechselten zwischen Krankenschwestern und Patientinnen. Schnell wurden aus eingebildeten Brüchen und Fiebern echte Entkleidungen.